Sicher & effektiv einen E-Mail-Verteiler erstellen.

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Eine der häufigsten Fragen, die uns bei unserer Arbeit gestellt wird, ist: Wie können wir unseren E-Mail-Verteiler vergrößern? Und wie schaffen wir das am besten so schnell wie möglich? Die weit verbreitete Annahme: je größer der E-Mail-Verteiler, desto mehr Personen werden erreicht. Heißt: der Gewinn Umsatz steigt und, alle sind zufrieden. Doch Masse ist nicht alles – E-Mail-Marketing macht nur dann Sinn, wenn auch die Qualität der Adressen stimmt.

E-Mail-Adressen auf die Schnelle

Die einfachste Methode, den E-Mail-Verteiler zu vergrößern, besteht im Mieten von E-Mail-Adressen. Professionelle Adressverlage bieten E-Mail-Verteiler an, die zu einem vereinbarten Mietpreis – meist nur einmalig – angeschrieben werden dürfen. Die E-Mail-Adressen gehören damit also nicht Ihnen, sondern Ziel ist es, diese Empfänger für Ihren Newsletter oder Ihre Angebote zu begeistern. Die Mailings, die im Namen des Anbieters versendet werden, beinhalten entweder eine Werbeanzeige oder einen Beitrag von Ihnen, Sie können aber auch ein komplettes Mailing mit Ihrem Inhalt versenden (Standalone).

Doch ist dies überhaupt eine sinnvolle Option? Meiner Meinung nach nicht, denn warum sollten sich Personen für Ihren Newsletter interessieren, die womöglich nicht einmal wissen, wer Sie sind und was Ihre Firma macht? Meist werden die E-Mail-Adressen über Gewinnspiele gesammelt, deren Teilnehmer der Zusendung von Werbung durch Dritte zugestimmt haben. Im Fokus des Empfängers liegt die Aussicht auf tolle Gewinne – der Empfang von Werbemailings wird dabei meist billigend in Kauf genommen. Das klingt nicht gerade vielversprechend. In der Flut von Werbemailings ist „Ihr“ Mailing dann eins von vielen.

Eine Prognose, ob dieser Weg für Ihr Unternehmen Sinn machen kann oder nicht, ist schwierig zu stellen. Achten Sie aber auf folgende Punkte, wenn Sie sich dafür entscheiden:

  • Versandrate: Wie oft werden die Personen auf der Liste angeschrieben? Bekommen sie einmal pro Woche einen Newsletter mit Werbung oder können es sogar mehrere pro Tag sein?
  • Zielgruppe: Kann man eine bestimmte Personengruppe wählen, an die die Werbung versendet wird? Hat der Empfänger also sein Interesse für ein bestimmtes Themenfeld bekundet? Je spezieller und genauer das Profil des Empfängers, desto besser.
  • Aktualität: Wie aktuell sind die E-Mail-Adressen? Je älter, desto schlechter sind sie in der Regel.
  • Rechtssicher: Der E-Mail-Verteiler muss mit dem DOI-Verfahren (Double-opt-in-Verfahren) aufgebaut worden sein. Sprich: jeder Empfänger hat aktiv sein Einverständnis zum Erhalt von Newslettern des Absenders gegeben.

Mein Tipp: Leiten Sie die Adressen aus diesen Kampagnen am besten auf eine spezielle Landingpage, sodass Sie die Anmeldungen zum Newsletter später separiert von den „normalen“ Anmeldungen betrachten können. Stellen Sie Kosten und Resultate gegenüber: Wie viel Euro/Cent hat Sie jede E-Mail-Adresse letztendlich gekostet?

Exkurs: Double-Opt-in kurz erklärt

Die oberste Priorität bei der Adressgenerierung ist ein rechtssicherer Anmeldeprozess über das Double-Opt-In Verfahren. Aber wie funktioniert das? Ein Interessent füllt das Newsletter-Formular auf Ihrer Website aus und schickt es ab. Im Anschluss erhält er eine E-Mail, in der er seine Anmeldung per Klick auf einen Link bestätigen muss. Erst durch diese „zweite“ Aktion seitens des Interessenten wird dessen Adresse im E-Mail-Verteiler aufgenommen. Die DOI-Mail darf keine Werbung enthalten!

Natürlich bleiben auf diesem Weg auch einige E-Mail-Adressen hängen – sei es aufgrund von Rechtschreibfehlern oder weil der Link in der Bestätigungs-E-Mail letztendlich doch nicht geklickt wurde. Aber Achtung, auch wenn es verlockend klingt: E-Mail-Adressen erneut anzuschreiben, die den Link der Double-Opt-in-Mail nicht angeklickt haben, ist nicht erlaubt!

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E-Mail-Verteiler mit Gewinnspielen erstellen

Der Dauerbrenner zur Adressgenerierung: das Gewinnspiel. Wo es etwas zu gewinnen gibt, sind alle dabei. Doch auch hier stellt sich die Frage: Sind die Teilnehmer nur am Hauptgewinn interessiert oder auch an Ihrem Unternehmen? Generell gilt: Ist die Person auf Ihrer Website unterwegs, dann besteht potenzielles Interesse an Ihrem Produkt. Selbst wenn sie dann nur am Gewinnspiel teilnimmt, statt eine Anfrage oder einen Kauf zu tätigen, haben Sie einen ersten Kontakt und können diesen weiter nutzen. Bewerben Sie Ihr Gewinnspiel aber auch an anderen Stellen im Internet (Werbeanzeigen), dann liegt die Chance jedoch ungleich höher, dass der Teilnehmer nur am Gewinn interessiert ist.

Keine Frage, über ein Gewinnspiel lassen sich schnell und zuverlässig E-Mail-Adressen generieren. Doch ob nach einer Anmeldung das Interesse am Newsletter auch weiterhin besteht, ist fraglich. Sehr schnell erkennen Sie dies an den Abmeldungs- und Öffnungsraten.

Ein hochwertiger E-Mail-Verteiler braucht eine solide Basis

Meiner Meinung nach ist ein stetig, vielleicht auch etwas langsam wachsender E-Mail-Verteiler die beste Grundlage. Es geht nicht darum, so viele E-Mail-Adressen wie möglich im Verteiler zu haben, sondern die „richtigen“. Denn hinter den „richtigen“ E-Mail-Adressen verbergen sich Interessenten und potenzielle Kunden. Und wo finden sich diese? Auf jeden Fall auf Ihrer Website und in den sozialen Netzwerken, in denen Sie präsent sind. Hier müssen Sie den Newsletter verstärkt anpreisen. Nachfolgend ein paar Tipps für die Bewerbung des Newsletters im Netz:

  • Platzieren Sie die Newsletteranmeldung prominent auf Ihrer Website. Nicht nur auf der Startseite oder im Footer, sondern beispielsweise als feste Box auf der rechten Seite.
  • Zeigen Sie die Vorteile Ihres Newsletter auf. Warum sollte sich jemand dazu anmelden?
  • Machen Sie es den Interessenten einfach, sich zum Newsletter anzumelden. Halten Sie das Formular kurz und übersichtlich. Es darf übrigens nur die E-Mail-Adresse als Pflichtfeld abgefragt werden.
  • Verknüpfen Sie ggf. eine Gutscheinaktion oder ähnliches an die Registrierung.
  • Bieten Sie verschiedene Newsletterformate für spezielle Themen an oder fragen Sie die Interessensgebiete ab. Somit kann die Person selbst entscheiden, was sie von Ihnen bekommen möchte.

Sie haben besondere Angebote auf Ihrer Website wie z.B. Checklisten, Infos zu Produkten, Test-/Erfahrungsberichte als PDF-Download? Dann bietet sich hier die perfekte Möglichkeit, das Häkchen für die Newsletteranmeldung zu platzieren. Achtung: Das Häkchen darf nicht vorbelegt sein, sondern muss aktiv gesetzt werden.

Offline E-Mail-Adressen generieren

Großes Potenzial schlummert im bestehenden Kundenstamm. Die Erfahrung zeigt: Meist fehlt einfach die E-Mail-Adresse des Kunden oder es ist nur eine info@-Adresse im CRM hinterlegt. Dann kontaktieren Sie Ihre Kunden doch einfach per Telefon oder Print und fragen Sie nach, ob diese am Newsletter interessiert sind. Auch hier gilt: Sie benötigen immer die zweite Bestätigung über das Double-Opt-in-Verfahren.

Eine schicke Print-Lösung: Es wird ein Standalone-Mailing per Post an alle Kunden versendet, die den Newsletter noch nicht abonniert haben. Über einen personalisierten Link – es ist z.B. auch ein QR-Code möglich – gelangt der Kunde auf eine Landingpage, die bereits mit seinen Daten vorbelegt ist. Er muss dann nur noch seine E-Mail-Adresse ergänzen und das DOI-Verfahren wird gestartet.

Telefonakquise: Fragen Sie Ihren Kunden im Gespräch, ob er am Newsletter interessiert ist. Wenn Interesse besteht, dann füllen Sie das Newsletteranmeldeformular auf Ihrer Website mit den Kundendaten aus und schicken Sie es ab. Weisen Sie Ihren Kunden darauf hin, dass er den Bestätigungslink in der DOI-Mail anklicken muss, um in den Newsletterverteiler aufgenommen zu werden.

Noch eleganter ist der Weg über eine Applikation. Hier können alle Kundendaten aus dem CRM eingespielt werden und stehen dem Anrufer direkt zur Verfügung. So muss er im besten Fall nur noch die E-Mail-Adresse ergänzen und das Formular abschicken. Natürlich bekommt auch hier der Kunde die DOI-Mail mit dem Bestätigungslink. Möchte ein Kunde keinen Newsletter, wird diese Info direkt on Adressdatensatz hinterlegt, sodass er kein zweites Mal angerufen wird.

Für den telefonischen Nachfass hat einer unserer Kunden ein Call-Center beauftragt. Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Bereits nach 4 Monaten konnte die Anzahl der E-Mail-Adressen der Newsletterempfänger um mehr als die Hälfte gesteigert werden. Auch sind die Öffnungsraten der Empfänger höher, die im Zuge der Telefonaktion ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters gegeben haben.

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Fazit

Egal für welche Methode Sie sich entscheiden: Eine neue E-Mail-Adresse zu gewinnen ist nur der erste Schritt. Der entscheidende ist es, die E-Mail-Adresse weiterhin zu halten und gute Öffnungsraten zu erzielen. Legen Sie den Grundstein für Ihre Auswertungen daher schon beim Anmeldeprozess: Erfassen Sie über welche Quelle die Personen kamen, die sich zu Ihrem Newsletter angemeldet haben. So können Sie die Öffnungsraten und Klick-Raten Ihres Newsletters nach Zielgruppen überprüfen. Wenn möglich: Sprechen Sie die Personen, die über die verschiedenen Kanäle zum Newsletter kommen, inhaltlich anders an oder machen Sie gar eine spezielle Mailing-Reihe nur für diesen Personenkreis.

Beachten Sie bei allen Möglichkeiten: Lassen Sie sich die Einwilligung zum Newsletter immer per Double-Opt-in bestätigen. Erst wenn Sie diesen zweiten Klick haben, sind Sie rechtlich auf der sicheren Seite!

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Geschrieben von
Jasmin Bayer
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